Kalter Hund oder kühle Katze? Oder doch lieber die Destille oder Schokoladenfabrik? Eine Reise nach Berlin / Der 1. Tag



Die Anreise am Samstag war lang, aber entspannt. Sie begann um 6.03 Uhr mit dem Einsteigen in den Stadtbus und endete pünktlich um 11.59 am Berliner Hbf. Es war gut, dass wir den Zug und nicht das Auto als Reisemittel gewählt hatten.

Nach einem kurzer Besuch im Tourist-Büro am Hauptbahnhof (Ausgang Europaplatz), wo wir uns unsere Berlin WelcomeCard abholen, die uns die Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ermöglichen sowie zahlreiche Vergünstigungen bei allen möglichen Attraktionen enthalten.

Der Checkin im Hotel Radisson Park Inn Berlin City West in Berlin Wilmersdorf, das die Reisehummel für uns für unseren Aufenthalt ausgesucht hatte, verlief reibungslos und sehr freundlich. Das Zimmer ist groß und äußerst ruhig in Richtung Hof (eigentlich eher ein Park) gelegen. Sogar ein Kühlschrank (frei bestückbar) und eine Kaffeemaschine gehört mir zur Grundausstattung.

Den Nachmittag hatten wir für eine Schifffahrt vorgesehen, die dann allerdings durch mehrere Demos, Gegen-Demos und Gegen-Demos von den Gegen-Demos ( 🙂 ) im Bereich des Hauptbahnhofes und des Regierungsviertels erschwert wurden. So viele Polizeiautos auf einem Haufen hatten wir bisher noch nie gesehen. Aber auch das ist Berlin.

So kämpften wir uns unseren Weg zu Fuß durch das Regierungsviertel, vorbei am Schloss Bellevue (dem Amtssitz des Bundespräsidenten) in Richtung Siegessäule, in der wir die rund 300 Stufen (wieviel waren es eigentlich genau) erklommen und von einem herrlichen Blick über Berlin belohnt wurden.

Fußweg durch den Tiergarten in Richtung Bahnhof Tiergarten und Savingny-Platz, wo wir in netter Gesellschaft den Abend gemeinsam mit einer befreundeten Geschäftspartnerin im Lokal „Dicke Wirtin“ verbrachten. Wir kannten uns bisher nur über Facebook und Telefon und nutzten die Gelegenheit, uns nun auch einmal persönlich kennen zu lernen und nebenbei noch ein paar Tipps zu Berlin mitzunehmen.

Die Berliner Mentalität und Freundlichkeit haben wir an diesem Tag nur von ihrer besten Seite kennen gelernt. Schon unser Schaffner im ICE servierte uns in typisch Berliner Charme unseren Kaffee. Auf dem Weg zum Hotel sprach uns eine Dame an der Straßenecke an, ob sie uns wohl bei unserem Weg helfen könne. Getoppt wurde dies noch mit einem lässigen und humorvollen Service in der Gastronomie am Abend.

Erschöpft zurück im Hotel sitzen wir im Zimmer und schlürfen unseren Rotwein, den wir uns in einem nahe gelegenen Supermarkt ergattert haben. Das Fenster sperrangelweit offen und bei lauer Sommertemperatur. Unten im Park klimpert ein Klavier. Hin und wieder Applaus. Es ist erstaunlich still draußen. Wir sind mitten in der Großstadt. Eine Stille, die ich aus meiner Lieblings-Großstadt Wien bisher nicht kannte. Zum nächsten Tag …



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