Ein längst überfälliger und ein bedrückender Besuch in Oberösterreich


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Auf meinen Fahrten nach Wien wähle ich zwischen Passau und Linz üblicherweise den Weg über die Bundesstraße. Dieser ist wesentlich kürzer als über die Autobahn und landschaftlich wesentlich eindrucksvoller. Entlang der Donau, vorbei an der Schlögener Schlinge und dem österreichischen Haibach ob der Donau. In Hartkirchen verzweigt dann die Straße und man entscheidet, ob man links der Donau die B131 über Puchenau oder rechts der Donau die B130 über Eferding und Alkoven nach Linz weiterfährt.

Bei einer meiner Fahrten habe ich die Route über Alkoven / Eferding gewählt und einen Besuch des Schlosses Hartheim eingeplant.

Ein bedrückender Besuch im Schloss Hartheim bei Alkoven, …

… der sich auch bei meinem Rundgang auf meine Stimmung auswirkte. Im 17. Jahrhundert als Renaissanceschloss gebaut diente es seit der Jahrhundertwende (1898) als „Anstalt für körperlich und geistig behinderte Menschen“. In der Zeit des 3. Reiches wurden die Bewohner zunächst umquartiert, um das Schloss in eine Tötungsanstalt für eben genau diese Bevölkerungsgruppe umzubauen.

 Alle Aufnahmen mit freundlicher Genehmigung der Verwaltung der Gedenkstätte

Nach dem Krieg wurde das Schloss als Flüchtlingsunterkunft genutzt und später bis 1999 als Wohngebäude genutzt. Allein die Vorstellung in einem Haus zu wohnen, in dem einst tausende Menschen geplant den Tod fanden, erzeugt schon Gänsehaut. Und dass man sich dafür ausgerechnet ein historisches Renaissance-Schloss ausgesucht hatte, umso mehr. Seit dem Jahr 2003 dient das Schloss als Lern- und Gedenkort.

In unmittelbarer Nachbarschaft zum Schloss befindet sich der Ort Hartheim. Ob die Bevölkerung damals davon wusste, was wenige Meter neben ihren Häusern geschah? Laut der Aussage von Zeitzeugen wusste die Bevölkerung im Ort ziemlich gut Bescheid. Die Reaktionen reichten von Wegschauen, Kollaboration bis Widerstand – wie überall im damaligen Deutschen Reich (Auskunft der Verwaltung auf meine Anfrage).

Wer sich näher über den Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim informieren möchte, findet hier Detailinformationen auf der Webseite des Schlosses.

Ein erfreulicher (und längst überfälliger Besuch) galt dem oberösterreichischen Haibach ob der Donau

Auf meinen Durchfahrten bin ich zahlreiche Male an der Abzweigung nach Haibach vorbei gefahren. Da ich selbst in Haibach (allerdings in Unterfranken bei Aschaffenburg) wohne, war dieser kleine Abstecher zu unserem Namensvetter einfach mal dran.

Die Weiterfahrt in Richtung Nürnberg / Aschaffenburg führte mich von Passau an der Donau entlang (abseits der Autobahn) über Wörth an der Donau und die Donaustauf (Walhalla).

Kostengünstige Übernachtungsmöglichkeiten für Wohnmobil:

  • Der Stellplatz in Passau Winterhafen Raklau ist für die Durchreise und für Reisende ohne große Ansprüche absolut in Ordnung. Der Stellplatz ist kostenlos und groß genug, sodass man dort auch bei später Anreise immer einen Platz kriegen sollte. In die Passauer Innenstadt sind es allerdings ca. 3 km, sodass man einen fahrbaren Untersatz (Fahrrad etc.) dabei haben sollte.
  • Großer Parkplatz der Walhalla in Donaustauf, auf dem man für 3,00 EUR pro Nacht stehen kann. Asphaltfläche und ohne Infrastruktur, sehr ruhig gelegen und mit einem herrlichen Blick über das Donautal.

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