Durch die Landgrafen- und die Drachenschlucht zur Wartburg

Wir starteten bereits am frühen Morgen am Wandererparkplatz Mariental am Stadtrand von Eisenach. Von dort geht es durch das Marienthal durch die Landgrafenschlucht aufwärts zum Ausflugslokal “Hohe Sonne” (früher ein Jagdschloss). Von dort aus wieder abwärts durch die Drachenschlucht, die wir noch durch die Engstelle nehmen und dann der Beschilderung folgen und über die Sängerwiese zur Wartburg aufsteigen. Von dort geht es (teilweise der Fahrstraße entlang) wieder zurück zu unserem Ausgangspunkt ins Mariental.

Der Weg durch die beiden Schluchten war in dieser Richtung derzeit als Einbahnverkehr empfohlen. Man wolle damit ein Virus, das sich derzeit in Deutschland herumtreibt, austricksen. Allerdings schien sich außer uns kaum jemand an diese Regelung zu halten. Und so begegneten uns auf der Tour unzählige Menschen, teils auch in Gruppen.

Den impossantesten Teil der Tour erlebt man in einem etwa 300 Meter langen Teilstück in der Drachenschlucht. Der Weg zwischen den Felsen ist dort teils so eng, dass man kaum aneinander vorbei kommt. Der Boden ist mit Gitterrosten ausgelegt. Darunter fließt der Bach. Bei starken Regenfällen kann es in diesem Bereich daher auch schnell nasse Füße geben und die Schlucht bleibt gesperrt. Den Weg durch diese Engstelle habe ich in einem kleinen Video festgehalten, hier auf Youtube https://www.youtube.com/watch?v=sSRu43b2mHU

Von der Wartburg genießen wir den Blick auf Eisenach und die umliegenden Berge des Thüringer Waldes. Einer Sage nach ist der Bau der Burg nur durch eine List möglich gewesen. Graf Ludwig, der auf der Jagd diesen wunderschönen Fleck entdeckte, beabsichtigte dort eine Burg zu bauen. Das Problem: Ihm gehörte der Grund und Boden nicht. Er ließ von 12 Männern Erde von seinem eigenen Grund auf den Berg bringen und dort verteilen. Dann errichtete er die Burg auf seinem “eigenen” Grund und Boden. Nachzulesen hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Schwurschwerter_der_Wartburg. Auf der Burg hielt sich in den Jahren 1521/1522 auch der Reformator Martin Luther unter dem Namen “Junker Jörg” versteckt.

Tourübersicht

Gesamtdauer der Tour incl. Pausen ca. 7 Stunden, 16 km, 350 Höhenmeter. Festes Schuhwerk sowie Kondition und Trittsicherheit erforderlich. Einkehrmöglichkeit in der “Hohen Sonne” und dem Restaurant der Wartburg.

Die Tourenaufzeichnung erfolgte mit dem Garmin Vivoactive 3 Fitnesstracker (Werbung – Link zu Amazon).

Übernachtungsempfehlung für Wohnmobil:

Besucherparkplatz der Wartburg. Keine Infrastruktur. 5 Plätze für Womos reserviert, jedoch dürfen über Nacht auch die Pkw-Plätze genutzt werden. Wer nach 17:00 Uhr anreist und vor 8:00 Uhr wieder weg ist, zahlt eine Übernachtungspauschale von 1,00 EUR. Ansonsten fällt die Tagespauschale von 5,00 EUR pro angefangenem Tag an. Alternativ bieten sich für eine Übernachtung ohne Campingverhalten natürlich auch die Wandererparkplätze im Mariental an, die man in Park4Night.com findet. Parkgebühren sind dort ähnlich.


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