Unsere Winterreise mit dem Wohnmobil durch Katalonien führt uns durch eine erstaunlich abwechslungsreiche Landschaft. Zwischen schroffen Küsten, mittelalterlichen Städten, wilden Schluchten und weiten Reisfeldern erleben wir immer wieder Momente, die uns besonders in Erinnerung bleiben. Einige dieser Momente haben wir in diesem Beitrag für euch zusammengestellt:
Überblick / Inhaltsverzeichnis
- 1. Cap de Creus – Fahrradtour durch eine bizarre Felslandschaft
- 2. Montblanc – Eine Stadt wie aus dem Mittelalter
- 3. Sturmnacht, Reisfelder und Flamingos im Ebro-Delta
- 4. Ripoll – Wiege der katalanischen Geschichte
- 5. Castellfollit de la Roca – Das Dorf auf dem Lavastrom
- Abschluss in L’Estartit
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1. Cap de Creus – Fahrradtour durch eine bizarre Felslandschaft
Ganz im Nordosten Kataloniens, unweit der Grenze zu Frankreich, liegt das Cap de Creus, der östlichste Punkt des spanischen Festlands. Von unserem Übernachtungsplatz bei Portlligat aus starten wir am Morgen mit dem Fahrrad in Richtung Kap.

Die Straße führt über einen langgezogenen Bergkamm. Links und rechts öffnen sich immer wieder spektakuläre Blicke auf das Mittelmeer. Die Landschaft wirkt surreal: zerklüftete Felsen, karge Vegetation und vom Wind geformte Steiformationen bestimmen das Bild.

Geologisch ist das Gebiet vor allem durch metamorphes Gestein (Schiefer und Pegmatit) geprägt; die bizarren Formen entstanden durch die Jahrtausende lange Erosion von Wind und Meer.

Während der Fahrt weht uns eine kräftige Brise entgegen – ein Vorgeschmack auf den berühmten Tramontana-Wind, der hier häufig über die Halbinsel fegt.

2. Montblanc – Eine Stadt wie aus dem Mittelalter
Im Hinterland der Provinz Tarragona erreichen wir die Kleinstadt Montblanc. Schon von Weitem fallen uns die steinerne Brücke und die vollständig erhaltene Stadtmauer auf, die noch heute die Altstadt umschließt.

Durch eines der historischen Tore betreten wir die engen Gassen. Montblanc gehört zu den am besten erhaltenen mittelalterlichen Ensembles Kataloniens.

Beim Spaziergang entlang der Mauern und Türme fühlt man sich tatsächlich in eine andere Zeit versetzt.
An diesem Sonntag Nachmittag ist das historische Zentrum von Montblanc und die zahlreichen Bistros auf dem Plaza Major gut besucht. Auch wir nutzen die Gelegenheit für eine Pizza mit historischen Schneidewerkzeug …..

3. Sturmnacht, Reisfelder und Flamingos im Ebro-Delta
Im Ebro-Delta erleben wir die Urgewalten der Natur. Auf dem großen Stellplatz in Sant Jaume d’Enveja erreicht uns eine offizielle Unwetterwarnung.

In der Nacht rütteln und schütteln uns die schweren Sturmböen heftig durch, dass wir uns zeitweise fragen, ob wir noch auf allen vier Rädern stehen.
Der Sturm lässt auch am Vormittag nicht nach und der Wettbericht verspricht auch für den Folgetag keine Besserung. Wir entscheiden uns für einen zweitägigen Zwischenstopp im geschützteren Landesinneren, um die Wetterfront abzuwarten. Erst nach dieser kurzen Pause kehren wir nach Sant Jaume zurück.

Unsere Radltour führt uns auf dem Bahnradweg an die Spitze des Ebro-Deltas, vorbei an alten Eukalyptus-Hainen und durch unzählige Reisfelder.


Nun zeigt sich das Delta von seiner friedlichen Seite: Bei strahlendem Sonnenschein beobachten Scharen von Flamingos, die in den flachen Lagunen nach Nahrung suchen.

4. Ripoll – Wiege der katalanischen Geschichte
Weiter nördlich erreichen wir Ripoll. Das Benediktinerkloster Santa Maria de Ripoll wurde bereits im 9. Jahrhundert gegründet und gilt als „Wiege Kataloniens“.
Besonders beeindruckend ist das monumentale romanische Portal aus dem 12. Jahrhundert. Später wurde Ripoll als „Schmiede Kataloniens“ bekannt; die Stadt war über Jahrhunderte ein bedeutendes Zentrum der Eisenverarbeitung und Waffenherstellung.

Unser Übernachtungsplatz in Ripoll liegt direkt an Ruta del Ferro i del Carbó (Eisen- und Kohle-Route), einem Bahnradweg, der uns ins 15 km entfernte Sant Joan de les Abadesses führt. Über diese Bahntrasse wurde früher Eisen und Kohle in die Küstenstadt Palamos transportiert.

5. Castellfollit de la Roca – Das Dorf auf dem Lavastrom
Auf unserem Weg von Ripoll Richtung Küste passieren wir eines der am spektakulärsten gelegenen Dörfer Kataloniens. Castellfollit de la Roca thront auf einer schmalen, über 50 Meter hohen Basaltwand, die durch das Zusammentreffen zweier Lavaströme der nahen Vulkane der Garrotxa entstanden ist.

Die Häuserzeilen scheinen direkt an der Kante des Abgrunds zu kleben. Wir spazieren durch die engen Gassen der Altstadt bis vor zur alten Kirche Sant Salvador, die ganz vorne an der Spitze des Felsens steht.

Von dort aus bietet sich ein schwindelerregender Blick hinunter in das Tal. Die dunklen, fast schwarzen Basaltsäulen, auf denen das Dorf erbaut wurde, zeugen eindrucksvoll von der vulkanischen Vergangenheit dieser Region.

Ein kurzer, aber unvergesslicher Stopp, bevor wir die letzte Etappe Richtung Mittelmeer antreten.
Abschluss in L’Estartit
Von Castellfollit aus führt uns unsere Reise schließlich mit einem Zwischenstopp weiter nach L’Estartit in der Region Girona, wo wir vier Tage lang am Meer entspannen, bevor wir über Frankreich die Heimreise antreten.
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