1 x Wutach-Schlucht, hin und zurück, dem „Grand Canyon des Schwarzwaldes“


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Dass meine Idee, „lässige 12 km durch die Wutach-Schlucht an einem Tag locker hin und zurück zu bewältigen“, eine Schnapsidee war, sollte sich am kommenden Tag beim Durchwandern der Schlucht herausstellen. Die Tour ist nicht nur landschaftlich äußerst beeindruckend, sondern durch die zahlreichen schmalen Pfade mit vielen Auf und Abs und vielen matschigen Streckenabschnitten auch äußerst anstrengend. So waren die 12 km einfache Strecke vollkommen ausreichend und die letzten drei bis vier km verbrachten wir überwiegend damit unsere Schritte zu zählen und uns gegenseitig zu motivieren, weiterzulaufen.

Unser Basislager hatten wir bereits am Vorabend am oberen Ende der Wutachschlucht an der Schattenmühle eingerichtet. Einfach freundlich in der Gaststätte Schattenmühle anfragen. Alternativ gibt es einen Wandererparkplatz schräg gegenüber der Mühle sowie auch mehrere Stellplätze in Bonndorf und Ortsteilen.

Von dort aus sollte es am kommenden Vormittag um 9:30 Uhr mit dem Wandererbus in Richtung Wutachmühle gehen, und von dort zu Fuß schluchtaufwärts zu unserem Ausgangspunkt zurück. Die Route erschien uns in dieser Richtung sinnvoller als von der Schattenmühle schluchtabwärts zu gehen und dann an der Wutachmühle auf eine passende Busverbindung zu hoffen.

Tatsächlich füllte sich am kommenden Vormittag ab ca. 9:00 Uhr unser Parkplatz zusehens. Und um 9:30 Uhr war nicht nur der Parkplatz, sondern auch der Wandererbus in Richtung Wutachmühle „rammelvoll“. Dem Busfahrer blieb nur noch, an weiteren Haltestellen den Wartenden freundlich zu erklären, welche Alternativmöglichkeiten sich ihnen bieten, doch noch an ihr Ziel zu kommen. Für 2,45 EUR geht es nun in ca. 25 Minuten über zahlreiche Kurven und kleine Dörfer zum anderen Ende der Schlucht.

Die Tour durch die Wutach-Schlucht ist Teil des Schluchtensteigs, der sich in rund 120 km und über 3.000 Höhenmetern quer durch den Schwarzwald schlängelt.


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Der Pulk aus dem Bus löste sich nach dem Aussteigen an der Wutachmühle durch die unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten schon nach kurzer Zeit auf. Das Wasser in der Wutach zeigt einen leicht bräunlichen Grundton, sodass es auch in der Sonne eher matt als glänzend wirkt. Die Verfärbung dürfte von Bodenschätzen kommen (ich vermute Eisen oder Kupfer), welche im Schwarzwald früher auch abgebaut wurden. Soweit zumindest meine Recherchen.

Und nun zu den Highlights der Wutaschschlucht, die ich wie immer bildlich für euch festgehalten habe.

Unsere Gesamt-Marschzeit betrug etwa fünf Stunden, incl. Stehenbleiben, Schauen, Fotografieren und Pause. Am späten Nachmittag ging es nach einer ausgiebigen Stärkung weiter zu unserem nächsten Etappenziel nur wenige Kilometer weiter. Im folgenden Beitrag erfahrt ihr dann mehr über zwei Seen und eine weitere Schlucht. Also dranbleiben !


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