Besuch in Walldürn: von Altstadt, Wallfahrt und Luftfederung bei tropischen 32 Grad im Schatten


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Anno 1330 soll es in Walldürn ein Wunder gegeben haben, als der damalige Pfarrer während der Messfeier den Kelch verschüttete und der Wein auf dem darunter liegenden Tuch das Kreuz Jesu und die 12 Apostel abbildete. Heute thront die Wallfahrtsbasilika über der Altstadt und erinnert an das Ereignis aus dem Jahr 1330. Sie zieht Pilger aus ganz Deutschland an.

Etwas außerhalb von Walldürn, in einem Industriepark, vollbringt heute ein Unternehmen kleine Wunder an Wohnmobilen und Transportfahrzeugen, deren Besitzer Federung und Fahrkomfort gerne etwas komfortabler haben möchten als die Fahrzeughersteller dies in der Standardausführung vorsehen.

Ich hatte mich bereits vor einigen Wochen für eine Luftfederung aus dem Hause Goldschmitt entschieden, da das Fahrwerk meines Mobilen Büros das Fahrzeug regelrecht durchschüttelte, wenn ich über eine Bodenunebenheit fuhr. Nur hatte ich bisher aufgrund meiner Reisetätigkeit noch keinen Termin für den Einbau gefunden.

Am vergangenen Dienstag war es nun soweit: Mein Termin in der Werkstatt war um 13:00 Uhr sollte bis etwa 15:30 Uhr dauern. Zeit genug, um sich bei einer Außentemperatur von 32 Grad auf’s Fahrrad zu schwingen und die Walldürner Altstadt zu erkunden und in der Wallfahrtskirche eine kurze Einkehr zu halten.

Was entdeckt der aufmerksame Beobachter hier auf diesem Bild?

Broncestatue und Fachwerk-Ensemble mit Plastik(-Helm)

Fazit der Stadtbesichtigung

Wallfahrtskirche und Altstadt sind überschaubar, aber auf jeden Fall einen Besuch Wert, wenn man in der Gegend unterwegs ist. Wer von weiterher anreist, kann auch den kostenlosen Wohnmobilstellplatz direkt auf dem Gelände der Fa. Goldschmitt für seine Übernachtung nutzen.

Die Luftfederung

Die ersten 100 km mit der neuen Luftfederung verliefen positiv.

Auf der Heimfahrt wurde natürlich mit verschiedenen Einstellungen getestet und der Luftdruck in den Bälgen zwischen 1,5 Bar und 3,0 Bar variiert. Zur Pumpen dient ein kleiner Kompressor, der am Boden des Fahrzeuges montiert wurde sowie das Bedienteil links neben dem Lenkrad.


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Der erste Eindruck ist durchaus positiv. Kanaldeckel und Bodenunebenheiten schlagen bei Weitem nicht mehr so durch wie vorher im Originalzustand. Und auch die Fahrt über die Bahngleise meisterte mein Mobileoffice jetzt, ohne das Gefühl zu haben, dass es das Fahrzeug dabei sprichwörtlich zerreißt.

Bei 2,0 bis 2,2 bar habe ich das Fahrgefühl als sehr angenehm und komfortabel empfunden. Deutlich straffer und somit sportlicher wirkte es bei ca. 2,8 bar. Unter 2,0 bar ließ der Federungskomfort bei meinem ersten Test jedoch spürbar nach. Ich spreche hier vom Luftdruck in den Bälgen (nicht vom Reifendruck). Wie es im beladenen Zustand bei vollem Wassertank, Reisegepäck und den E-Bikes auf dem Heck aussieht, wird der nächste Test zeigen, wenn wir wieder beladen auf Achse sind.

Update 27.07.2019:

Einen Tag später gab es ein erstes kleines Frusterlebnis. Die Federung auf der linken Seite hatte innerhalb weniger Stunden einen Druckverlust von 0,5 bar. Ein Langzeittest über 24 Stunden in Absprache mit dem Hersteller ergaben 1,5 bar innerhalb von 24 Stunden. Ein Termin mit einem Techniker am kommenden Tag brachte die Ursache. Ein undichtes Ventil, das aber schnell ausgetauscht werden konnte.

Mittlerweile läuft alles im grünen Bereich und unsere erste gemeinsame Ausfahrt am Samstag brachte ein deutlich verbessertes Komforterlebnis.


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