… mit ner Buddel voll Rum


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(unbezahlte Werbung, da Namensnennung)

Was auf einer nachmittäglichen Fahrradrunde so alles passieren kann. Einer Tour, die ich schon öfters gefahren bin, hatte ich in dieser Woche einen geplanten Zwischenstopp in Alzenau Michelbach verordnet.

Kurz hinter der Gemarkungsgrenze von Mömbris in Richtung Alzenau befindet sich rechts der Staatsstraße hangseitig ein Gehöft, in dem auch seit mehreren Generationen die Feinbrennerei Simon beheimatet ist und neben Schnäpsen aus heimischem Obst auch Whisky und Rum herstellt.

Gelebte Nachhaltigkeit, Regionalität und Vielfalt lauten die Prinzipien. Und so stammen nicht nur die Zutaten aus der Region, sondern auch die Fässer, in denen die Brände gelagert werden, wurden aus Eichen aus dem eigenen Wald von einem Küfer aus der Region gefertigt. Beim Whisky ist das so eine Sache.


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Denn Whisky darf sich erst nach vier Jahren Lagerung überhaupt Whisky nennen. Und je älter der Whisky, desto hochwertiger wird. So muss zunächst über mehrere Jahre viel produziert werden, ohne etwas davon verkaufen zu können. Zudem verlieren die Fässer bei der Lager pro Jahr rund 5 % durch Verdunstung.

Meine kleine Blogger-Privatführung ging zunächst Richtung Weinberg und die Obstwiese und anschließend in die Brennerei und in die Probierstube und den Verkaufsraum. Bei der Verkostung des selbstgebrannten Rums (übrigens sehr lecker) kamen wir nochmal auf das Thema Nachhaltigkeit und Regionalität zu sprechen.

Denn wer Rum brennen will, braucht Zuckerrohr. Und das wächst etwa 1000 Meilen von hier entfernt. Auf die Qualität achtet ein „Vertrauensmann“ vor Ort und zu uns kommt es mit einem Transport-Segelschiff. Beim Durchblättern des Bildbandes „1000 Meilen Wind“ kam mir dann dieses alte Seemannslied in den Kopf

Mit ner Buddel voll Rum

… das ich seither nicht mehr los lässt. Vielleicht ist auch der Rum daran schuld, den ich probiert hatte.

Mein Weg führte weiter immer mehr oder weniger an der Kahl entlang nach Alzenau, durch das Gelände der ehemaligen Landesgartenschau hindurch nach Wasserlos, Hörstein, Kleinostheim wieder zurück nach Aschaffenburg. Wie die Stadt Alzenau (All-zu-nah) zu Ihrem Namen kam, erzähle ich euch ein anderes Mal oder kann es in dem Buch „Spessartsagen“ von Valentin Pfeifer (Werbung / Link zu Amazon) nachlesen.

Wer sich intensiver über die Brennereien im Kahlgrund informieren möchte, hat am 27. Oktober 2019 eine optimale Gelegenheit. Unter dem Motto „Der Kahlgrund brennt“ öffnen gleich mehrere Brennereien ihre Keller und laden zum Verkosten ein.

Übernachtungsmöglichkeiten mit dem Wohnmobil:

Stellplatz Meerhofsee Alzenau, Wohnmobilstellplatz am Naturschwimmbad in Schöllkrippen, Campingplatz Kahl, oder auf Anfrage sicherlich auch irgendwo privat an einem der Gasthäuser und Brennereien.


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