CMT 2020: Deutlich mehr Vielfalt bei Kastenwagen und anderen mobilen Wohnlösungen für individuelle Reisebedürfnisse


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Die CMT 2020 in Stuttgart konnte auch ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Vorrangig habe ich mir das Segment der Kastenwagen und kleineren Wohnmobile angeschaut, aber auch andere mobile Wohnlösungen wie Dachzelte und Wohnanhänger mit Faltzelten. Mein Basislager hatte ich, wie auch im letzten Jahr, auf dem Presse- und Ausstellerstellplatz P32 direkt hinter der Halle 1.

Mein Eindruck zur CMT 2020:

Deutlich mehr Vielfalt, noch spezieller auf die individuellen Reisegewohnheiten zugeschnitten. Kastenwagen, teils deutlich moderner eingerichtet mit einem Hang zur Extravaganz, teils etwas kleiner für mehr Mobilität, teils etwas größer und breiter für mehr Bewegungsfreiheit, vielfach mit Aufstelldach und mit mehr Kopffreiheit. Ebenso im Bereich von Dachzelten und aufklappbaren Anhängern gab es nach meinem Empfinden ein deutlich größeres Angebot. Ob diese Modelle alle ihren Markt finden oder sich in einer Nische platzieren werden, die nur wenige Individualisten bedient, bleibt zu beobachten. So muss ich zwangsläufig im kommenden Jahr wieder kommen und berichten.

Dem geneigten Kaufinteressenten stellt sich damit noch mehr die Frage: Was will ich eigentlich? Will ich einen Camper, der mich durch Dick und Dünn ein Abenteuer nach dem anderen erleben lässt? Oder bevorzuge ich eine mobile Luxuswohnung, die mich auf meinen Reisen begleitet und eine flexible Unterkunft bietet? Zwischen diesen beiden Extremen lässt das Angebot der Messe so ziemlich alle Möglichkeiten offen.

Pössl präsentiert beispielsweise seinen Summit Prime auch in 5, 40 m mit kleinen Tisch und schmalem Bett und mit Aufstelldach und dem sogenannten Skyroof. Allerdings vermisse ich als Vielreisender nun den gewohnten Ablageraum über dem Fahrerhaus, der dem verbesserten Raumgefühl und der Kopffreiheit zum Opfer gefallen ist. Insbesondere da der Summit durch den versenkten Kleiderschrank unter dem Bett ohnehin nur sehr wenig Ablageflächen für Jacken und Co. hat. Der Zugang zum Gaskasten ist auch beim neuen Summit (Prime und 600 Plus) nur durch das teilweise Ausräumen der Heckgarage zugänglich. Wenn man häufig im Winter unterwegs ist und jeden 2. bis 3. Tag an den Gaskasten muss, wird man sich schnell nach einem besseren Zugang sehnen.

Auch bei PlugVan (siehe hierzu mein Beitrag vom vergangenen Jahr)- hat sich einiges getan. PlugVan produziert ausschließlich Module, die in fertige Kastenwagen eingeschoben werden können. Die Module sind flexibel und so im Grunde zusammen mit den meisten gängigen Transportern einsetzbar. Das Unternehmen adressiert damit vorzugsweise Handwerker und andere Menschen, die sowieso einen Kastenwagen haben und diesen für den Urlaub nutzen wollen. Ebenso Leute, die sich lediglich für den Urlaub ein Fahrzeug leihen, aber ihren eigenen Innenraum nutzen wollen. Das im vergangenen Jahr noch prototypmäßige Modul wurde im Design optimiert.

Die aktuelle Version bietet zudem eine zentrale Konsole, über die die gesamte Bordelektronik geschaltet werden kann – auf Wunsch per Alexa. Hinzu kommt ein spezielles Handwerkermodul. So ist das Handwerkerfahrzeug vor Urlaubsantritt schnell umgerüstet. Handwerkermodul raus, Urlaubsmodul rein – und schon reisefertig. Eine Nasszelle gibt es im Plugvan derzeit noch nicht. Allerdings stellt das Team drei Varianten von möglichen Nasszellenkonzepten in einer Zeichnung vor und lässt die Besucher ihren Favoriten selbst bestimmen.

Campingurlaub – neu gedacht !

Der Rocket One präsentiert sich mit einem sehr individuellen Konzept speziell für typische Camper, die noch das Ursprüngliche lieben und mit dem Komfort moderner Wohnmobile verbinden wollen.

Ein Konzept ist praktisch gedacht und verzichtet auf überflüssigen Schnickschnack. Zum Duschen nutzt man die Außendusche. Die Toilette steckt in einer großen „Schublade“ unter dem Bett und für sein „großes Geschäft“ zieht man einfach die Vorhänge zu. Dafür gibt es viele praktische Taschen, die mit Kederschienen im Fahrzeug befestigt sind und die zu Hause zum Befüllen oder am Campingplatz zum Waschen gehen einfach komplett herausgenommen und mitgenommen werden können. Der Stauraum unter den Betten ist in voller Fahrzeugbreite nutzbar.

Wer es besonders individuell will, kann bei Bumo seinen eigenen LKW hochwertig ausbauen lasse. Auf Wunsch mit Holzausstattung, hochwertiger ökologischer Dämmung und ausfahrbarer Terrasse. Das dies nichts für den Standardreisenden ist und außrdem natürlich stark auf das Gewicht geht, dürfte jedem klar sein. Der Verkäufer nannte mir ein Gewicht von um die 12 Tonnen. Ein Lkw als Basisfahrzeug ist somit absolute Grundvoraussetzung.

Den Kastenwagen mit Fahrrad im Heck fand ich auf dem Stand von Clever. Ebenfalls ein Fahrzeug mit 5, 40 m. Im vorderen Bereich des Fahrzeuges hat man eine Küche und eine großzügige Sitzgruppe.

Geschlafen wird im Dach. Wer nicht nur das Fahrrad, sondern lieber gleich seinen Zweitwagen mit auf die Reise nehmen möchte, findet natürlich auch dafür eine Lösung. Allerdings sind die Fahrzeuge deutlich größer und auch in einer anderer Preisklasse zu finden.

Auch Fahrradreisende müssen auf eine mobile Übernachtungsmöglichkeit nicht verzichten. Den Zeltanhänger für’s Fahrrad fand ich kurz vor meiner Weiterreise im Außenbereich. Mit rund 30 kg und für knapp unter 3.000 EUR hat man sein mobiles Schafzimmer für zwei Personen auch auf der Fahrradtour dabei.

Weitere Impressionen und Eindrücke:


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