Auf den Spuren der Fledermäuse: Sauerlandradring, Henneseeschleife und Fledermaustunnel

Die letzte Etappe der Fahrt hierher war etwas abenteuerlich. Wir schreiben den 27. Mai 2021. Es ist Dienstag. Ich war bis Marburg auf der A45 und dann auf der gut ausgebauten B3 unterwegs. Quer über das Hochsauerland, vorbei an dem legendären Skiort Winterberg regnet es in Strömen. Wobei ich mir bei den 4 Grad Außentemperatur gar nicht so sicher bin, ob da noch Regen oder schon Schneematsch ist.

Basislager: Wohnmobilstellplatz in Eslohe

Ich erreiche mein für die kommenden Tage ausgesuchtes Basislager am Kurpark in Eslohe gegen 13:00 Uhr. Der Stellplatz ist kostenlos und bietet ausreichend Platz für 5 Mobile und ist komplett neu angelegt. V+E ist vorhanden, Frischwasser und Strom gegen Gebühr.

Direkt anschließend an den Stellplatz befindet sich die Minigolfanlage, der Kurpark mit einem großen Abenteuerspielplatz sowie das Esselbad. Den nächsten Bäcker erreicht man quer durch den Kurpark in ca. 5 Minuten. Dort in der Nähe findet man auch weitere Einkaufsmöglichkeiten.


Ich hatte mir diesen Stellplatz ausgesucht, weil er strategisch günstig zwischen dem Sauerlandradring und der den Radring erweiternden Henneseeschleife liegt. Den Einstieg in beide Touren erreicht man vom Stellplatz aus in ca. 500 m.

Die beiden Touren ergeben zusammen rund 120 km. Aufgrund des angekündigten Dauerregens am Donnerstag habe ich mich kurzfristig entschieden, die Henneseeschleife (ca. 45km) noch gleich am Dienstag Nachmittag in Angriff zu nehmen und den großen Sauerlandradring (ca. 80 km) dann am Mittwoch. Auf beiden Touren hatte ich Glück und kam gerade so und halbwegs trocken über die Runde.

Die Henneseeschleife

Nach dem über Wetter.com angekündigten Nachmittagsgewitter ging es um 15:30 Uhr. Die Tour führt von Eslohe bis Meschede weitgehend über alte Bahntrassen, dann hoch zur Staumauer des Hennesee, am Hennesee entlang und entlang der B55 wieder zurück nach Eslohe.

Insgesamt habe ich an dem Nachmittag 42 km zurückgelegt und rund 400 Höhenmeter überwunden. Auf der Rückfahrt setzt wieder Regen ein und die Temperatur sinkt erneut auf ca. 4,5 Grad. Buaaaah. Was tut man nicht alles, um seinen Lesern etwas zu bieten. 

Die genauen Tourendaten gibt es über diesen Link bei Garmin Connect. Aufgezeichnet wurde die Route wie immer mit dem Garmin EDGE 520 Fahrradcomputer (Werbelink zu Amazon).

Der Sauerlandradring und der Fledermaustunnel

Los ging es am Mittwoch früh kurz nach halb 10. Ich hatte vorher noch ein paar Telefonate zu führen. Außerdem hatten es meine Solarpanels noch nicht ganz geschafft, meinen Fahrradakku gänzlich aufzuladen. Den sollte ich an diesem Tag allerdings brauchen.

Rund 77 km mit 550 Höhenmeter werden es heute sein, also viel hoch und runter. Temperatur zwischen 5 und 9 Grad, teilweise etwas Regen, aber verkraftbar. Auch dieser Radweg läuft größtenteils über alte Bahntrassen.

Eine besondere Attraktion ist der Fledermaustunnel zwischen Eslohe und Finnentrop. Der Tunnel ist 689 m lang und wird in den Wintermonaten von Fledermäusen zum Winterschlaf genutzt. In dieser Zeit ist der Tunnel auch geschlossen und es führt eine “Umleitung” über den Berg. Besonders spannend: Der Tunnel verläuft in einer Biegung, sodass man beim Hineinfahren und eine ganze Weile danach kein Ende sieht.

Man fährt ausschließlich in Nichts. Die Beleuchtung, die über einen Bewegungsmelder beim Einfahren einschaltet und erst langsam heller wird, sowie die Tatsache, dass ich an diesem Vormittag ganz alleine unterwegs bin, unterstützen den leichten Nervenkitzel noch.

Da die Gastronomie in weiten Teilen nach wie vor geschlossen ist, gibt es die Mittagsverpflegung – anstatt im Biergarten – aus einem Imbiss an der Wegstrecke sowie aus meinem Kaltgetränkevorrat.

Kleiner Wehrmutstropfen der Tour: Die Route verläuft zwischen Lennestadt und Schmallenberg ein großes Stück über die vielbefahrene Bundesstraße.

Die genaue Tourenbeschreibung gibt es über diesen Link bei Garmin Connect. Aufgezeichnet wurde die Route wie immer mit dem Garmin EDGE 520 Fahrradcomputer (Werbelink zu Amazon).

Wieder zurück in Eslohe zeigt sich, dass die Idee, den Fahrradakku komplett aufzuladen, gut war. Nach 76 gefahrenen Kilometern, vielen neuen Eindrücken aus dem Hochsauerland, dem Sauerlandradring und dem Fledermaustunnel kann man den Tag bei einem Gläschen Wein – und ausnahmsweise sogar offener Schiebetüre – entspannt ausklingen lassen.

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