7-Punkte-Checkliste: Reiseplanung mit dem Wohnmobil

Grundsätzlich gilt für die Reiseplanung die Devise „Vom Groben ins Detail“. Also erst mal einen groben Überblick verschaffen – mit der Möglichkeit an jeder Stelle abbrechen zu können, wenn es Hindernisse welcher Art auch immer gibt – und danach die Details weiterplanen.

Folgender Ablauf für die Reiseplanung hat sich bei uns bisher bewährt:

( Best Practise / ohne Anspruch auf Vollständigkeit )

  1. Zielland definieren

  2. Landesspezifische Gegebenheiten und Entfernungen recherchieren

    1. Wie weit ist es von zu Hause bis zu meinem ersten Etappenziel im Land?
    2. Wie groß ist das Land, wie viele Einwohner?
    3. Wie weit ist es im Land von A nach B und wie viel Zeit benötigt man dafür?
    4. Welche Regionen und Bundesländer gibt es? Übersichtskarte! Hilft später bei der Orientierung.
    5. Wetter / Beste Reisezeit, Recherche z. B. auf https://www.beste-reisezeit.org/pages/europa.php
    6. Ferienzeiten in Deutschland und im Zielland
  3. Finanzielle Aspekte klären

    1. Maut auf Autobahnen, Straßen, Brücken, Tunnels
    2. Lebenshaltungskosten
    3. Eintrittsgelder für Sehenswürdigkeiten
    4. Spritkosten
    5. Währung / Bezahlmöglichkeiten (Bar, Karte)
  4. Interessante Ziele recherchieren

    (nur grober Überblick, welche Ziele gibt es)

  5. Wohnmobil-spezifische Fragen klären

    1. Wo darf man übernachten, wo nicht
    2. Stellplatzübersicht, Campingplatzübersicht, Links recherchieren
    3. Wie sind die Plätze in der Regel ausgestattet, welche Kosten entstehen landesüblich?
    4. Gasversorgung im Zielland: Wo bekomme ich Gas, welches System?
    5. Hilfe bei Pannen: Ansprechpartner, Tel.Nummern, ADAC-Hotline, auswärtiges Amt etc.
    6. Telefon und Internet: Welche Kosten entstehen? Roaming möglich?
  6. Ziele (aus Punkt 4) näher recherchieren

    1. Bewerten: zu welchen Zielen möchte ich unbedingt hin, wo evtl., worauf kann ich verzichten
    2. Grobe Reiseroute definieren (Eingabe der Ziele in Google Maps und dann in der Reihenfolge so lange verschieben, bis sich eine ungefähre Reiseroute ergibt
    3. Wie viele Tage möchte ich u. U. an welchem Standort verbringen?
    4. „Rettungsanker“ festlegen (Stellplätze, die man anfahren kann, wenn man nichts anderes findet oder mal was schief läuft)
  7.  Reiseroute in der Gesamtlänge bewerten:

    1. Möchte ich so viele km unterwegs sein?
    2. Reichen mir meine Urlaubstage für die Reise aus?

Soweit meine Grobplanung, die ich in der Regel vor jeder Reise mache. Alles Weitere ergibt sich in der Regel vor Ort. Man entdeckt neue Ziele, man bleibt irgendwo vielleicht doch länger, weil es dort schön ist oder man einfach ein paar Tage mehr Zeit braucht, man bekommt von anderen Reisenden Tipps und Empfehlungen. Man muss kurzfristig aufgrund der Wetterlage anders planen.

Dokumentiert wird bei uns in der Regel in OneNote, jedes Thema auf einer eigenen Seite. Während der Planung werden die Seiten immer weiter vervollständigt. Kurz vor der Reise werden die Seiten ausgedruckt. So sind wir unabhängig vom Internet. Und auf dem Zettel kann man auch gut ergänzen oder Notizen während der Fahrt machen.

Bisher ist keine unserer Reisen so verlaufen, wie wir sie ursprünglich geplant hatten. Es gibt immer Änderungen aus der aktuellen Situation heraus. Man sollte jederzeit bereit sein, seine Reiseroute zu überdenken und zu ändern. Das macht aber den besonderen Reiz aus. Und wenn man mit dem Wohnmobil unterwegs ist, hat man ja auch die Flexibilität und die Möglichkeit dazu.

Es gab aber auch Reiseziele, die wir im Laufe der Grobplanung wieder verworfen haben. Sei es, dass das Ziel doch nicht dem entsprochen hat, was wir uns vorgestellt hatten, oder weil einfach die Reisezeit und die Situation nicht gepasst hat.

Und für das Packen empfehle ich meine Packliste Wohnmobil mit der wichtigsten Grundausstattung.

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