Kulturweg Nr. 3 bei Bürgstadt – Auf dem Weg der Nibelungen

Ob unsere Tour nun exakt der beschriebenen Route als europäischer Kulturweg entsprach, wissen wir nicht. Aber es war eine Runde, wie sie spannender nicht sein konnte.

Unser Ausgangspunkt war der Parkplatz am Stutz in Bürgstadt bei Miltenberg. Wir entschieden uns für den Rundweg Nr. 3 mit ca. 7 km Gesamtlänge.

Vorbei an der Stutzkapelle geht es den Fahrweg hoch zur Zentgrafenkapelle. Dort hat man schon eine ordentliche Höhe erreicht und blickt über Bürgstadt, Miltenberg ins Maintal.

Die Zentgrafenkapelle birgt gleich die erste historische Besonderheit. Sie wurde mit dem Bau vor dem 30-jährigen Krieg begonnen und danach nie zu Ende gebaut.

So wirkt sie auf den Betrachter im Grunde wie eine Ruine. Wir folgen den Weg Nr. 3 weiter, der hinter der Kapelle als Waldweg weiter den Berg hinauf geht.

Als historischer Wanderweg ausgeschildert, findet man auf der gesamten Strecke zahlreiche Steinformationen, die sog. Heunensteine. Heune = Riese – und wie leicht ist es, eine umherliegende Steinformation, dessen Ursprung man sich nicht erklären kann, einem Riesen zuzuschieben.

Man läuft eine ganze Weile oben auf der Höhe quasi der Main-Linie entlang. Auf der gegenüberliegenden Mainseite sieht man die großen Sandsteinfelsen.

Wer sich für die Nibelungensage interessiert, findet auf der gesamten Wegstrecke ebenfalls immer wieder interessante Informationen. Sogar den verschwundenen Nibelungenschatz, wie auch den Zwerg Alberich, der mit seiner Tarnkappe den Schatz bewachte, haben wir entdeckt.

Aber ein harmonisches Völkchen scheinen diese Nibelungen nicht gewesen zu sein. Zumindest haben sich die Akteure im Laufe der Geschichte alle gegenseitig abgemetzelt. Und zu allem Überdruss hat der Siegfried dem armen Zwerg Alberich auch noch seine Tarnkappe weggenommen. Zum Glück hatte ich noch Gelegenheit, diese vorher auszutesten.

Funktioniert hervorragend. Seht selbst. Oben die Bilder beim Aufsetzen und vor dem Aktivieren der Tarnkappe. Unten das Bild mit aktivierter Tarnkappe. :-D

Der Weg verläuft eine ganze Weile durch den Wald – immer wieder hoch und runter und in zahlreichen Schleifen bis zu einem rekonstrunstruierten Ringwall.

Kurz danach eröffnet sich ein Blick erstmals in die andere Richtung, das Erftal mit Eichenbühl. Wenig später mündet der Weg wieder auf den den Hinweg und führt zur Zentgrafenkapelle zurück.

Gesamtstrecke ca. 7 km. Sehr interessanter Rundweg mit vielen Schildern und Erläuterungen. Festes Schuhwerk und Trittsicherheit erforderlich. 

Meinen Routen-Tracker hatte ich dieses Mal leider vergessen, einzuschalten. Daher gibt es keine Übersicht. Ich muss die Tour wohl oder übel nochmal gehen – mit aktivierter Routenaufzeichnung.

Für meine Wohnmobilfreunde:

Wir haben tagsüber an dem Parkplatz Stutz mit einer herrlichen Fernsicht gestanden. Anfahrt für große Mobile eher weniger geeignet. Kastenwagen geht. Zum Übernachten bietet sich der kostenlose WoMo-Stellplatz in Bürgstadt an. Komplette Infrastruktur (V+E) vorhanden. Wer es etwas „städtischer“ haben möchte, findet auch mehrere (ebenfalls kostenlose) Plätze in Miltenberg.

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