Auf den Spuren von Don Quichote: Teruel und Albarracin

Wir brechen am Samstag Nachmittag gegen 14:30 Uhr – gleich nach unserer Tour in Cuenca und im Tal des Jugar auf. Unser nächstes Etappenziel ist Teruel. Die Fahrt dorthin ist eintönig. Wieder ewiges Fahren durch weitgehend unbewohnes Land. Kaum Fahrzeuge, Hin und wieder ein verfallenes Haus am Straßenrand. Ein Schäfer, der an der Straße sein Schafe hütet, grüßt uns freundlich. Gigantisch wirken die Felsen und die Berge in ihren immer wieder wechselnden Farben und Formationen.

Gegen 17:30 erreichen wir Teruel. Der Stellplatz dort ist nicht die Wucht. Eingebettet zwischen Einfallstraße, LKW-Parkplatz, Schnellrestaurant und Kreisel.

Wenigstens können wir dort unsere verbrauchten Wasservorräte der vergangenen Tage auffüllen. Ein zweiter Stellplatz, etwas zentrumsnaher gelegen, überzeugt uns auch nicht. Zwar deutlich besser gelegen, jedoch ist die Schräglache durch Keile kaum auszugleichen. Vor allem, wenn man gegenüber dem Polizeihauptquartier befindet und Campingverhalten auf jeden Fall vermieden werden sollte.

Wir nehmen den offiziellen Stellplatz bei den Lkws und entscheiden, am Folgetag von hier aus die Stadt mit dem Fahrrad zu besichtigen und danach weiter zu fahren.

Für die Stadtbesichtigung am Sonntag Vormittag in Teruel nehmen wir wie so oft das Fahrrad.

Das Fahrrad hat sich bei Stadtbesichtigungen immer wieder bewährt. Man ist schnell im Zentrum und man kann Strecken, die weniger interessant sind, besser überwinden. Aber auch interessante Streckenabschnitte erlebt man im Zeitraffer oftmals viel bewusster als zu Fuß.

Beeindruckend sind insbesondere die Viadukte und die Kirche Santa María de Mediavilla

Weiterfahrt nach Albarracin

Überwältigt hat uns der kleine Ort Albarracin etwa 30 km westlich von Teruel. Wer in der Region unterwegs ist: Unbedingt den Abstecher nehmen – nicht verpassen !

Vorbei am Flugzeugfriedhof von Teruel geht es auf einer kleinen Straße nach Albarracin.

Hoch oben über dem Ort thront die Festungsanlage. Der Ort selbst fügt sich in seiner Bauweise und den verwendeten Baustoffen nahtlos in die Umgebung ein.

Wir nehmen den Weg durch den Ort hoch zur Festung. Bitte unbedingt auf festes Schuhwerk achten! Von hier oben wirkt der Blick auf den Ort noch viel impossanter. Man sieht den Bergrücken, auf dem er errichtet wurde und die Täler rechts und links, zu denen es steil bergab geht.

Ach ja, und was hat das alles jetzt mit Don Quichote zu tun? Nicht soo viel, nur dass wir überall in Spanien – und auch hier – immer wieder auf Straßennamen oder andere Hinweise auf die allbekannte Romanfigur Don Quichote treffen.

Obwohl Albarracin am Stadtrand einen kostenlosen Stellplatz für uns angeboten hätte, entscheiden wir uns ins Flachland weiterzufahren. Von 1200 m Metern Höhe geht es zurück auf fast 0 nach Betera Nähe Valencia. Es ist dort deutlich wärmer als in den Bergen. Nachts um die 10 Grad (statt 3 – 4), tagsüber T-Shirt-Wetter.

Wir nutzen den Aufenthalt in Betera für einen Großputz in und an unserem Fahrzeug bevor es am Dienstag nach Valderobles und Beceite weiter geht. Hier weiterlesen:

Biathlon in die Parrissal-Schlucht bei Beceite (Provinz Teruel) zur Quelle des Matarrana


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