Auf den Spuren der alten Römer


Werbung

Auf unserer Tour durch Südfrankreich stoßen wir unweigerlich auch auf Relikte der Vergangenheit. Ganz Gallien wurde damals von den Römern belagert. Nun waren wir auf den Spuren der alten Römer und hatten die Hoffnung, vielleicht auch das kleine gallische Dorf zu finden, das Dank einem Zaubertrank erbitterten Widerstand leistete, und vom dem Asterix und Obelix uns in ihrem Comic erzählen.

Unser Weg führt uns an diesem Tag von Avignon an den etwa 30 km westlich gelegenen Pont du Gard und nach einer ausgiebigen Besichtigung etwa 100 km weiter Richtung Nordosten nach Vaison-la-Romaine.

Die riesige 3-geschossige Bogenbrücke „Pont du Gard“, die dort den Fluss Gardon überspannt, war Teil einer 50 km langen Wasserleitung, die die Stadt Nimes aus Quellen bei Uzès mit Wasser versorgten.

Erreichen kann man den Pont du Gard auf verschiedene Weise. Sowohl am linken als auch am rechten Ufer des Flusses befinden sich große Parkplätze mit Schranke. Die Parkgebühren sind im Ticketpreis von derzeit 9,50 EUR pro Person enthalten. Ebenso wie der Besuch des Museums, in dem die architektonische Meisterleistung ausführlich präsentiert wird.

Eine andere Möglichkeit, die ich in einem Führer gelesen habe, wäre, den Camping La Souste in Remoulins anzufahren und sich in einem ca. 1-stündigen Fußmarksch am Fluss entlang sozusagen „von hinten anzuschleichen“.

Wer Zeit hat, sollte auf jeden Fall eine kleine Runde auf dem umliegenden Hügeln und/oder am Fluss entlang mit einplanen. Unser Zeitplan sah jedoch vor, an diesem Nachmittag noch nach Vaison-la-Romaine weiter zu fahren.

Auf der Fahrt begrüßt uns der Mont Ventoux, ein 1909m hoher Koloss, schon von Weitem mit seinem Anblick.

Wir erreichten den Aire Camping-Car, den gemeindeeigenen Stellplatz für etwa 40 Mobile, in Vaison-la-Romaine gegen 17:00 Uhr und ergattern gerade so den letzten Stellplatz. Am Platz herrscht eine lockere Stimmung, wozu nicht zuletzt der Platzwart beiträgt, der allabendlich die 7 EUR Platzgebühr zzgl. ca. 60 ct Kurtaxe pro Person persönlich kassiert und sich rege an den lockeren Plauderrunden in allen möglichen Sprachen beteiligt. Ansonsten ist die Stadt für den Wohnmobilverkehr weitgehend gesperrt. Und es ist auch nicht ratsam, trotzdem rein zu fahren.

V+E ist am Stellplatz vorhanden, kein Strom oder Sanitär. Um das Problem mit dem fehlenden Strom zu eliminieren, kommt ein Mitbewohner auf eine kuriose Idee: Er lässt einfach den Motor seines Fahrzeuges eine halbe Stunde lang durchtuckern. Irgendwie scheint sich dieses Ding namens „Umweltschutz“ noch nicht überall herumgesprochen zu haben.

Wir haben beschlossen, hier zwei Nächte zu bleiben und uns in der Stadt etwas näher umzuschauen. Unser Strom reicht auch ohne Solar in der Regel zwei bis drei Tage. Wir sind sicher, dass unser nächstes Ziel, die Ardeche, noch so lange auf uns warten wird. Wir haben noch genug Zeit und somit keine Eile.


Werbung / Tipp: Folgt mir auch auf Facebook //www.facebook.com/HubertBaumann.StadtLandWelt/ und erhaltet mehr Informationen über unsere Touren.


Und so endet der Tag wieder mit einem Sonnenuntergang, einem Gläschen Wein und einem Blick über die Dächer der Womos auf Mont Ventoux.

Aber Moment Mal ! Alle, die meine Artikel und unsere Reiseroute genau mitverfolgen, haben es sicherlich bemerkt: Da fehlt doch etwas! Richtig! Wie sind wir nach Avignon gekommen und wird auf der berühmten Pont d’Avignon tatsächlich getanzt? Das verrate ich euch im nächsten Beitrag. Oder vielleicht auch erst im übernächsten. Also dranbleiben!


Werbung