Von Levanto nach Lucca

Wir erreichten Levanto an der Ligurischen Küste erst am späten Nachmittag. Wir hatten uns an diesem Tag vorbei an Mailand und Parma etwa 250 km weiter nach Süden vorgearbeitet. Der Campingplatz, den wir uns ausgesucht hatten, war leider restlos überfüllt, sodass uns als Notlösung nur der öffentliche Stellplatz in Levanto blieb.

36 EUR für 24 Stunden – ein stolzer Preis für ein Stück öffentlicher Parkplatz – vor allem wenn man bedenkt, dass der geplante Komfortcampingplatz mit allem drum und dran nur in etwa das Gleiche gekostet hätte.

Entschädigt wurden wir mit einer kleinen netten Altstadt und mit einem Sandstrand. Die tobenden Wellen ließen erkennen, dass auch auf dem Mittelmeer die Unwetter in den vergangenen Tagen heftig gewesen sein müssen.

Eigentlich wollten wir hier ein paar Tage bleiben. Doch ein Parkplatz an einem Bahnhof als Basislager schien und wenig einladend für einen längeren Aufenthalt. So beschließen wir an der Ligurische Küste entlang weiter in Richtung Süden nach Lucca zu fahren.

Die „eingesparten Tage“ kommen uns später zu Gute, wenn wir erst mal in der Toskana sind. Von der Küstenstraße wurden wir allerdings mächtig enttäuscht. Über viele km entlang reiht sich ein Touristenort an den anderen. Restaurants und anderen touristischen Betrieben machen den Blick auf’s Meer nahezu unmöglich. Dazu weitgehend durchgängig Tempo 50 und zahlreiche fest stationierte Radaranlagen. Unsere Empfehlung: Also lieber die deutlich schnellere (wenn auch kostenpflichtige Autobahn nehmen).

Mit dem Camping Il Serge erwartet uns in Lucca ein kleiner stadtnaher Campingplatz mit freundlichem Empfang und unkompliziertem Check-In. Die Parzellen sind klein, jedoch für einen Stadtbesuch absolut ausreichend. Für 25 EUR pro Übernachtung ist alles dabei, incl. Sanitäranlagen und Strom.

Erste Stadtbesichtung in Lucca am Abend mit dem Fahrrad zur ersten Orientierung. Eine Runde auf der befahrbaren Stadtmauer ist ein absolutes Muss für den versierten Radler. Die ausführliche Stadtrunde machen wir dann am Folgetag zu Fuß.

Gebaut wird hier mit den Steinen aus der Region: Mit Marmor. Auch im Laufe unserer weiteren Etappe entdecken wir immer wieder Kirchen, Parkbänke aus Marmor. Ja sogar Gesteige.

Wir beschließen kurzfristig, hier eine zweite Nacht zu bleiben und den Nachmittag entspannt ausklingen zu lassen. Auch das schlechte Wetter hatten wir nun offensichtlich endgültig hinter uns gelassen.

Unsere Besichtigungsrunde zu Fuß wie auch meine Stadtmauerrunde mit dem Fahrrad haben wir mit Garmin aufgezeichnet und auf Komoot syncronisiert.

Am Nachmittag hatten wir noch mit Thule telefoniert wegen unserer Markise. Wir waren nicht sicher, ob die Befestigung mit Panzerband und Kabelbindern dauerhaft den holprigen Straßen standhalten wird. Die Beruhigung von Thule: Die von uns abmontierten Gelenkarme haben keinen Einfluss auf den Halt der Markise in der Kassette.

 

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