Leonarda da Vinci und der schiefe Turm von Pisa

Nach einem missglückten zwei-stündigen Kurzaufenthalt auf einem Campingplatz Nähe Florenz (ich berichte vielleicht irgendwann mal darüber) sind wir nun auf dem Agritourismo Campingplatz Poggetto in Robbo (bei Larcia) irgendwo zwischen Florenz und Lucca gelandet. Kosten 15 EUR, Strom gegen Aufpreis. Toilette und Dusche einfach, aber sauber. V+E ebenso.

Der Platz liegt etwas außerhalb des Ortes in einem …… na ?? In einem Olivenhain natürlich. Wohin es morgen weitergeht?

Einer unserer Nachbarn erzählt uns, dass ganz in der Nähe Leonardo da Vinci seine Wirkungsstätte hatte. Als uneheliches Kind gab man dem Leonardo, der in Vinci geboren wurde, wohl einfach diesen Namen. Ein anderer Nachbar erzählt uns, dass er am kommenden Tag eine Radtour nach Pisa plant.

 

Somit standen unsere nächsten beiden Ziele fest: Vinci und Pisa. 

Der Weg nach Vinci ist unproblematisch. In einer knappen Stunde sind wir da – incl. Lebensmittel auffüllen in einem Supermarkt unterwegs.

Unser Übernachtungsplatz liegt etwas unterhalb von Vinci auf einem Parkplatz am Sportplatz. und bietet Platz für ca. 10 Mobile Der Platz ist kostenlos, V+E vorhanden, kein Strom.

Dort stehen wir die kommende Nacht. Der Ort Vinci selbst ist überschaubar und bietet Stoff für max. einen halben bis einen Tag.

In den Olivenhainen rund um Vinci ist die Olivenernte in vollem Gang.

Donnerstag 21.10. – Weiterfahrt nach Pisa. Pisa liegt 4 m über dem Meer und wenn man mit dem Fahrrad den alten Bahntrassenweg nach Marina di Pisa fährt und dort die Füße ganz tief in den Sand steckt, ist man sogar schon ein klein wenig unterhalb des Meeresspiegels. Doch der Reihe nach.

Unser Basislager liegt an einem kleinen Hotel Fattoria L’Olmetto in San Giuliano Terme, ca. 3 km außerhalb von Pisa. Der Stellplatz ist großzügig angelegt und verfügt über V+E, keine Sanitäranlagen. 25,00 EUR pro Nacht incl. Strom.

Freundliches Personal, nettes Ambiente, Beleuchtung am Abend sowie die Videoüberwachung suggerieren uns ein Sicherheitsgefühl, auch wenn wir ganz in der Nähe einer Touristenhochburg wohnen.

Pisa ist voll mit Touristen. Das Wetter am Donnerstag ist etwas bedeckt, jedoch nach wie vor warm bei etwa 20 Grad tagsüber.

Uppps – also ganz so schief hatte ich mir diesen schiefen Gesellen doch nicht vorgestellt.

Wer außer der Hauptattraktion auch die Stadt erkunden möchte, sollte auf jeden Fall die Brücke über den Arno nehmen und sich auch auf der anderen Seite umschauen. Dort (am Hauptbahnhof) beginnt und endet auch unsere Radrunde, die wir am kommenden Tag planen. Die Tour finden wir auf komoot. Sie führt zunächst vom Bahnhof aus der Stadt hinaus. Hier findet ihr unsere Tour auf komoot.

Die Fahrt am Kanal entlang, vorbei an zahlreichen Schiffswerften, wird uns durch den groben Schotterweg sowie Scharen von Mücken etwas erschwert. Der nächste Teilabschnitt führt über die viel befahrene Straße vorbei an einer Militäranlage nach Marina di Pisa.

Ab hier wird die Strecke deutlich angenehmer. Die Uferstraße, die teilweise den Blick zum Meer zulässt, erlaubt uns einige Zugänge zum Wasser. An einer Stelle wagen wir den Weg hinunter zum Meer und verbringen eine knappe Stunde dort. Wir machen auch noch reichlich „Beute“.

Das Wasser ist noch gut schwimmwarm. Von Marina di Pisa aus geht es die ehemalige Bahntrasse fast schnurgerade und asphaltiert zurück nach Pisa.

Rund 45 km sind wir unterwegs und an diesem Tag wieder ein Stückchen brauner beworden. Sobald die Sonne hinter den Bergen oder im Meer versunken ist, wird es kühl. Mit 14 Grad im Vergleich zur Heimat nicht kalt, aber zu kühl um draußen zu sitzen.

Wir verschwinden im Womo und machen uns Abendessen. Heute gibt es italienische Fettuccini (Bandnudeln) mit Hühnchen und Paprika-Zucchini-Gemüse.

Wir lassen den Tag zufrieden ausklingen. Zuhause tobt der Sturm Hendrik.

Werbung - Gefällt Dir dieser Beitrag? Nutze für Deine Einkäufe meinen Amazon-Partner-Link.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.